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40.000 Menschen leben in Deutschland auf der Straße – so auch viele in Essen. In den eisigen Winternächten ist die Gefahr groß, dass sie an Unterkühlung sterben. Daher setzt sich die Kältehilfe des DRK Essen für Menschen ohne Obdach ein. Auf unserem Bereitschaftsgelände in Borbeck stellen Helferinnen und Helfer des DRK ein beheizbares Zelt auf. Auch Hunde sind hier willkommen. Darin stehen Schlafplätze mit Feldbett und Schlafsack sowie Klappstuhl und Nachtlicht parat. In einem separaten Raum halten wir zusätzlich Tee, Kaffee und eine warme Mahlzeit bereit, sogar duschen ist möglich. 
 
Damit wird ein niederschwelliges und zeitlich begrenztes Angebot geschaffen, das als Ergänzung zu den bestehenden Einrichtungen in Essen zu verstehen ist. Wir sprechen damit besonders die Menschen an, die aufgrund langjähriger Obdachlosigkeit nicht mehr innerhalb fester Wände schlafen können bzw. wollen oder ihren Hund für die Dauer der Übernachtung nicht in fremde Hände geben möchten. „Wir sind glücklich über jeden Menschen und jeden tierischen Begleiter, dem wir helfen können“, berichtet Elke Zbiera von der Rotkreuzbereitschaft Borbeck. 
 
Zusätzlich bietet das Deutsche Rote Kreuz in Essen unter der Rufnummer 0201/22 22 22 eine 24-Stunden-Hotline. Hier können Obdachlose anrufen, die die Kältehilfe in Anspruch nehmen möchten. Auch besorgte Passanten können sich hier melden, wenn sie einen frierenden Obdachlosen entdecken. 

Alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK Essen werden regelmäßig in Erster Hilfe geschult, der überwiegende Teil ist auch im Rettungsdienst aktiv. Auch während der letzten Kältehilfe hatten unsere Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler ein besonderes Auge auf den Gesundheitszustand unserer Gäste, von denen mehrere ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

„Dass wir die medizinische Versorgung unserer Besucher im Blick behalten, ist aber nur ein Teil unserer Aufgaben hier. Genauso wichtig ist es, immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Menschen zu haben. Da ist oft viel Einfühlungsvermögen gefordert“, erklärt Mitorganisatorin Elke Zbiera. „Es ist einfach schön zu sehen, dass wir denen helfen können, die uns wirklich brauchen.“

Eigentlich öffnet das Zelt erst ab 21 Uhr, doch viele Gäste im Alter von 18 bis 81 Jahren kommen schon früher zum Spielen, Duschen und für die warme Mahlzeit.  Auch die Jugendlichen des Jugendrotkreuzes in Borbeck sind jedes Jahr sehr engagiert. Bis 22 Uhr durften sie im letzten Winter bleiben, wenn sie wollten, und spielten mit den Gästen Mensch-ärgere-dich-nicht oder auch mal Schach. Alle Gäste bedankten sich auf ihre eigene Art und Weise – einen Abend gab es ein Gitarrenständchen, an einem anderen bekamen die Helferinnen und Helfer Blumen geschenkt. 
„Manche Erzählungen unserer Übernachtungsgäste berühren zutiefst. Hier wird einem mit aller Deutlichkeit bewusst, was man während des Einkaufsbummels in der Stadt gerne ausblendet, wenn man an einem Obdachlosen vorbeigeht: Dass hinter jedem einzelnen von ihnen ein Schicksal steht“, so Zbiera.
Projektort: Wolfsbankring 5a, 45355 Essen, Deutschland

Ansprechpartner:

M. Knauth

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